Oberbürgermeister besucht Traditionsschulen auf der KIS-Tour

Oberbürgermeister Jann Jakobs ging am Dienstag, den 2. August 2016 gemeinsam mit KIS-Werkleiter Bernd Richter und der Leiterin des Fachbereichs Bildung und Sport, Petra Rademacher, auf KIS-Schultour zum Humboldt-Gymnasium und zum Campus Kurfürstenstraße, auf dem ab dem kommenden Schuljahr wieder das Helmholtz-Gymnasium und die Eisenhart Grundschule gemeinsam Seite an Seite den Unterricht aufnehmen werden.

Die genannten Schulen zählen zu den wichtigsten Traditionsstandorten in der Landeshauptstadt Potsdam. Somit waren und sind Sanierung und Erweiterung dieser Schulen zentrale Aufgaben des Kommunalen Immobilien Service, der in Potsdam für die Umsetzung von Schulinvestitionsprojekten verantwortlich ist. Während die Arbeiten auf dem Campus Kurfürstenstraße in den letzten Zügen liegen, wird der Altbau des Humboldt-Gymnasiums bis Ende des Jahres aufwendig saniert.

Baustelle des Humboldt-Gymnasiums
KIS/ Markus Klier
Baustelle des Humboldt-Gymnasiums

Zunächst führte die Schultour in die Heinrich-Mann-Allee. Die Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums mit Neubau und Verbinder startete 2012 mit dem Abbruch des Blauhauses. Ende 2012 war Planungsbeginn, durch ein Dissenzverfahren mit der Denkmalpflege wegen der Gestaltung des Verbinders erhielt der KIS die Baugenehmigung erst mit sechsmonatiger Verspätung, was zu einem Baubeginn im Oktober 2013 führte.

Im August 2014 wurde der Rohbau fertiggestellt, mittlerweile war aus Gründen der Diskriminierungsfreiheit der Verbinder wieder in einer dreigeschossigen Variante ausgeführt worden, wie in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Hierdurch kam es zu einem Bauverzug von drei Monaten. Im August 2015 war der Neubau inklusive des Ausbaus fertig und die Schule konnte noch vor den Ferien einziehen.

Seit September 2015 erfolgt nun die energetische und Brandschutz-Sanierung des Altbaus. Trotz umfangreicher vorbereitender Untersuchungen traten bei der Ausführung der Bauarbeiten im Altbau Behinderungen durch unvorhergesehene Faktoren ein. So musste im Dachgeschoss zusätzlich zu den geplanten Arbeiten eine umfangreiche Schwammsanierung durchgeführt werden. In den Schulräumen mussten der vorhandene Wandputz und Estrich fast vollständig erneuert werden. Ursprünglich war hier nur eine punktuelle Ausbesserung geplant.  Des Weiteren stellte sich bei den Arbeiten heraus, dass statt der vorgesehenen Umdeckung und Ergänzung der historischen Schieferdeckung eine vollständige Neueindeckung unvermeidbar ist.  Diese Mehrleistungen haben zur Folge, dass die Sanierung des Altbaus, statt zum September, erst zum Ende diesen Jahres abgeschlossen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird dann auch die Neugestaltung der Außenanlagen abgeschlossen sein.  Nach dem Abschluss der Altbausanierung kann dann auch in den ersten Monaten des neuen Jahres die Baracke abgerissen werden. Der Gesamtaufwand der Sanierung des historischen Schulgebäudes beträgt etwa 3.6 Mio. Euro.

In der Aula des Helmholtz-Gymnasiums
KIS/ Markus Klier
In der Aula des Helmholtz-Gymnasiums

Die zweite Station war der Campus Kurfürstenstraße, hier befinden sich die Standorte des  Helmholtz-Gymnasiums und der Eisenhart-Grundschule. Das Helmholtz-Gymnasium ist eine vierzügige Schule für etwa 730 Schülerinnen und Schüler. Planungsbeginn für die Arbeiten am Gymnasium war Januar 2012. Das Klassenhaus, ein viergeschossiger, barrierefreier Neubau mit Klassenräumen und Mensa wurde im November 2014 an die Schule übergeben. Die Arbeiten am Haupthaus umfassten neben Brandschutzmaßnahmen, die Herstellung der Barrierefreiheit durch den Einbau einer Aufzugsanlage und eine Erweiterung und Unterbringung der Fachkabinette. Im Bauablauf kam es aber zu Verzögerungen. Im Mai 2015 wurde durch den KIS festgestellt, dass die Schadstoffsanierung nur unvollständig durchgeführt wurde. Auch der neu verlegte Estrich war stark mangelbehaftet. Dies führte zu umfassenden Sanierungsarbeiten und der Kündigung des Generalplaners. Ab August 2015 wurde mit neuem Planerteam auf Hochtouren weitergearbeitet. Ende August 2016  werden die Arbeiten abgeschlossen sein und das Gebäude an die Schule übergeben.

                                
Die Sanierung der zweizügigen Eisenhart-Grundschule fand in mehreren Abschnitten statt. Die Schule besteht aus zwei Schulgebäuden, das Haupthaus wurde bereits 2012 fertigsaniert. Die Filiale  der Schule mit Schul- und Hortgebäude für 198 Hortkinder wurde bis 2015 saniert. Die Bauarbeiten an Gymnasium und Grundschule waren eng verzahnt und abgestimmt. Die Eisenhart-Grundschule zog während der Arbeiten auf dem Campus in die Gutenbergstraße. Auch als im August 2015 die Filiale der Eisenhartschule fertiggestellt war, blieb sie  für das Schuljahr 2015/16 aufgrund der verlängerten Bauzeit am Haupthaus des Helmholtz-Gymnasiums am Ausweichstandort Gutenbergstraße. Im Juli erfolgte jetzt der Rückbau der Klassenraum-Containeranlage im hinteren Schulhof. Bis Ende August findet der Umzug der Eisenhart-Grundschule und des Hortes zurück auf den Campus Kurfürstenstraße statt. Bis Oktober werden noch die Außenanlagen mit Spielplatz, Sportfeld, Fahrradstellplätze und Parkplätzen fertig gebaut.

Das Gesamtbudget des Campus Kurfürstenstraße beläuft sich auf 19,3 Millionen Euro und umfasst die Bauarbeiten am Helmholtz-Gymnasium und der Eisenhardt Grundschule. Anteilig beläuft sich das Budget für das Gymnasium mit Außenanlagen auf 14,5 Millionen Euro und der Rest entfällt auf die Eisenhartschule.

So wichtig die Sanierung und Modernisierung bestehender Schulen für die Schulentwicklung ist, so sind sie nur Teil eines großen fortlaufenden Investitionsplanes der Landeshauptstadt. Zahlreiche Neubauten und umfangreiche Schulerweiterungen in den Sozialräumen der Stadt stehen an.

Oberbürgermeister Jann Jakobs sagte auf der KIS-Schultour zur Schulentwicklung: „Vor zwei Jahren haben wir ein 160 Millionen Euro Schulinvestitionsprogramm geschnürt, um die Infrastruktur im Bildungsbereich den gestiegenen Anforderungen anzupassen. Es hat sich jedoch schnell gezeigt, dass die dynamische Entwicklung unserer Stadt und die damit einhergehende rasante Entwicklung der Schülerzahlen weitere Schulneubauten erfordern. Und eins ist klar dabei. Das ist wirklich gut angelegtes Geld, denn hier geht es um unser aller Zukunft.“

In diesem Jahr investiert der Kommunale Immobilien Service 41,5 Millionen Euro in die Schulinfrastruktur. In den kommenden drei Jahren werden es weitere 111 Millionen Euro sein. Neben den noch aus dem vorherigen Schulentwicklungsplan geplanten Sanierungen, die der KIS derzeit durchführt (mehr unter
www.kis-potsdam.de/artikel/aktuelle-kis-bauma%C3%9Fnahmen-im-schulbereich), wird am Schulstandort Gagarinstraße ab September eine Gesamtschule mit Primarstufe und eine Vier-Feld-Sporthalle errichtet, deren Fertigstellung für das Schuljahr 2018/19 geplant ist. Im September beginnen zudem die Arbeiten an der zweizügigen Grundschule Bornim und dem zugehörigen Hort. Auch hier soll die Übergabe zum Schuljahr 2018/19 erfolgen. Ebenfalls im Norden Potsdams wird die neue dreizügige Grundschule Rote Kaserne Ost mit Hort und Turnhalle ab 2017 gebaut. Hier sind Fertigstellung und Übergabe für das Schuljahr 2019/20 geplant. Schon seit April dieses Jahres erfolgt die Sanierung und Erweiterung der Schilfhofschule, hier wird der Mitteltrakt im August des kommenden Jahres fertig. Die Arbeiten am Längsriegel dauern noch bis Ende 2017, eine Nutzung der sanierten Schule ist aber bereits zum Schuljahr 2017/18 geplant. Zur Erweiterung der Kapazitäten der Grundschule am Humboldtring entsteht auf der benachbarten Grünfläche eine modulare Schulanlage, die zum Schuljahr 2017/18 übergeben wird. Die Gesamtschule Leonardo-Da-Vinci wird aufgrund von Problemen mit dem verwendeten Estrich erst zum Schuljahr 2017/18 fertiggestellt sein. Die von diesen Schäden nicht betroffene Turnhalle wird für den Schulsport im Oktober 2016 übergeben.

zurück zum Seitenanfang»